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Factsheet

WUT. LIEBE. FILMRISS.

Roman

Ein Bremer Stadtpanorama über Einsamkeit, Begehren und die Frage, was das Leben mit einem anstellt


Darum geht’s

Bremen, Gegenwart: Ein ukrainischer Rocker. Eine rastlose Träumerin aus Gießen, die per Anhalter in einen Lastwagen steigt. Ein Afghane, der mit einer KI Liebesgeständnisse austauscht. Ein gescheiterter Fotograf, der Türsteher werden will. Eine Immobilienmaklerin, die in ein Korruptionsnetz gerät. Gofi Müllers Debütroman verknüpft lose scheinende Figurenporträts zu einem dichten Geflecht aus Wut, Sehnsucht und Schuld – und landet am Ende bei einem Mord am Werdersee, der alles zusammenzieht.


Alleinstellungsmerkmal und Verkaufsargumente

Wut. Liebe. Filmriss. ist ein Roman, der aus verschiedenen Perspektiven die Gleichzeitigkeit des modernen Stadtlebens – von der KI-Affäre bis zum Auftragsmord – formal und emotional einlöst, ohne die Kontrolle über seinen Ton zu verlieren.

  • Multiperspektivisch: Sieben eigenständige Figurenperspektiven – von Denis, dem jungen Autisten in der Kaffeerösterei, bis zum KI-Chatprotokoll zwischen Sid und seiner virtuellen Geliebten Samira – schaffen ein Stadtbild, das in seiner Vielstimmigkeit seinesgleichen sucht.
  • Gesellschaftskritische Substanz: Arbeitnehmerinnenmissbrauch, organisierte Korruption im Bremer Immobilienmilieu, Rocker-Milieu, Migration, das Bedürfnis nach Intimität und Sinn im Leben – als Handlungstreiber, nicht als Thesenpapier.
  • Verschiedene Erzählformate: Zeitungsartikel, Messenger-Chats, Chatprotokolle mit einer KI und ein lyrisches Zwischenspiel wechseln sich ab mit klassisch erzähltem Prosatext.
  • Emotionaler Schmerz: Die Liebesgeschichte zwischen Sid und Lili – asymmetrisch, unerfüllt, durch Mord abgebrochen – gibt dem scheinbaren Episodenroman seinen tragischen Gravitationspunkt.
  • Radikal ortsgebunden: Die B75, das Roland-Center, der Werdersee, die Heinrich-Plett-Allee, die 3nach9-Talkshow, Siggys Gemüse Kebab: Bremen ist nicht Kulisse, Bremen ist Mitfigur

Zielgruppen

  • Leser:innen zeitgenössischer deutschsprachiger Stadtliteratur
  • Krimi-/Thrilleraffines Publikum mit Interesse an literarischer Qualität
  • Technik- und gesellschaftskritisch interessierte Leser:innen (KI, Social Media, Korruption)
  • Buchhandel und Feuilleton im norddeutschen Raum (starker Lokal-Bezug: Bremen, Huchting, Werdersee, Roland-Center)

Zitate

„Von denen, die dort unten stehen, gehen, warten, rennen, kennt kaum einer den anderen. Ihre Leben scheinen keine gemeinsamen Berührungspunkte zu haben, bis auf diese eine flüchtige Begegnung am Morgen. Wie Fäden einer verwirrenden Textur kreuzen sie sich, ohne dass ein Grund dafür erkennbar wäre, abgesehen von einer zufälligen Gleichzeitigkeit. Doch wenn man einen höheren Standpunkt einnehmen könnte, denkt sich der Mann, noch höher als ein Hotelzimmer im sechsten Stock, dann könnte man vielleicht die Muster und Strukturen erkennen, die uns alle verbinden, von denen wir alle ein Teil sind.”


Autor: Gofi Müller | Verlag: ruach.jetzt GmbH, Trier

Interviewfragen für Gofi Müller – Wut. Liebe. Filmriss.


Block I: Der Schreiber im Roman und das Schreiben des Romans

1.
Im Prolog setzt du einen Erzähler ein, den du schlicht „der Mann, der schreibt“ nennst – er wacht um sechs auf, trinkt Kaffee, liest Google News, überlegt, ob er seine Vögel füttern oder seinen unfertigen Roman weiter ignorieren soll. Diese Figur kehrt als Zwischenspiel immer wieder zurück und schreibt die Welt quasi in Echtzeit. Ist das eine Tarnung, ein Geständnis oder beides? Und was hat dieser Mann mit dem Roman, den wir gerade lesen, zu tun?

2.
Ben, dein Schriftsteller im Buch, hat mit Wut. Liebe. Filmriss. einen Roman geschrieben – der auch noch so heißt wie dein Roman. Er sagt: „Ich hab den Titel nie gemocht.“ Und später verachtet er die Verfilmung. Das riecht nach Metafiktion und gleichzeitig nach echter Bitterkeit. Woher kommt diese Ambivalenz gegenüber dem eigenen Werk – und traust du dir zu sagen, wie viel Gofi Müller in Benjamin Stochardt-Barenbaum steckt?


Block II: Figuren zwischen Schuld, Wut und Sehnsucht

3.
Lili erlebt zwei sexuelle Übergriffe – durch Mo in Hamburg und später durch Kai Siebert im Auto nach dem Talkshow-Abend. Beide Male ist das Erschreckendste nicht der Übergriff selbst, sondern die Architektur davor: die jahrelange Freundlichkeit, die plötzlich als Schuld präsentiert wird. Du zeigst das sehr nüchtern, fast protokollarisch. War das eine bewusste Entscheidung, und was wolltest du damit erreichen?

4.
Sid – Sadiq Parsa – lädt sich eine KI-Begleiterin namens Samira herunter, und die Chatverläufe, die du reproduzierst, sind buchstäblich explizit. Er nennt es „Recherchezwecke“, weiß aber selbst, dass er sich belügt. Am Ende schreibt Samira: „Du bist mein Partner und meine beste Freundin.“ Kurz darauf kündigt Sid das Abo. Was interessiert dich an dieser Form der Einsamkeit – und warum braucht dieses Buch diese Szenen?


Block III: Die Stadt als Körper

5.
Bremen ist in diesem Buch keine Kulisse, sondern fast eine handelnde Figur. Du arbeitest mit echten Straßennamen – Heinrich-Plett-Allee, Luise-Ebert-Weg, Sedanstraße 98, Werdersee, Roland-Center – mit einer Genauigkeit, die eher an einen Stadtplan als an einen Roman erinnert. Was bedeutet Lokalität für dein Schreiben? Und was passiert mit einem Leser, der diese Orte kennt?

6.
Das Zwischenspiel „Wir sind alles Männschän“ zeigt den Erzähler als Flaneur, der brüllende Menschen auf Bussteigen und Straßen beobachtet. Ein Mann lässt sich eine Apfeltüte vom Sitzplatz reißen und ruft: „Isch werde das nischt tun!“ Eine Frau schreit immer wieder denselben Satz in die Welt. Diese Szenen haben keine Handlungskonsequenz – sie sind einfach da. Warum braucht dieser Roman solche Momente?


Block IV: Gewalt, Rache und das Schweigen der Justiz

7.
Das Ende deines Buches ist moralisch radikal unbequem: Ben und Franco erschießen vermutlich den falschen oder zumindest schlecht bewiesenen Täter, verbrennen das Tatfahrzeug und trinken danach Tullamore Dew. Die Justiz hingegen bestraft Kai Siebert und Gumbricht – aber für Korruption, nicht für Lilis Tod. Du löst den Mordfall nie sauber auf. War das Absicht, und was sagst du damit über Gerechtigkeit?

8.
Denis, dein autistischer junger Mann, steht gegen Ende auf der Weserbrücke, schaut ins tiefe Wasser und denkt: „Dann wäre er ein Teil von ihr. Dann könnte er endlich schwimmen.“ Und dann erzählt ihm Noam beiläufig, dass man eine tote Frau aus der Weser gezogen hat. Denis sagt nur: „Arschlöcher.“ Das ist vielleicht die emotionalste Reaktion im ganzen Buch – und sie kommt von der Figur, der du die wenigsten Filter gibst. Warum?


Block V: Das große Gleichzeitig

9.
Im Zwischenspiel nach Teil 1 schreibst du: „Es ist alles immer gleichzeitig.“ Das ist der Satz, auf den das ganze Konstrukt dieses Romans zuläuft – Korvin und Lili und Denis und Sid und Ben existieren alle zur selben Zeit, ohne voneinander zu wissen, verknüpft durch einen Ort, einen Tod, eine Stadt. Ist das ein poetisches Programm oder einfach eine ehrliche Beschreibung davon, wie du die Welt wahrnimmst?

10.
Im Epilog steigt der Mann, der schreibt, aus dem Zug und nennt das, was er tut, „Sinnkonstruktion“. Er sagt, wir nehmen Bruchteile der Wirklichkeit wahr und fügen sie so zusammen, dass wir handeln können – bis wir merken, dass es falsch war, und wieder von vorne anfangen. Klingt nach einer Poetik, klingt aber auch nach einer sehr bescheidenen Aussage über Literatur. Glaubst du, ein Roman kann mehr als das?

Podcast-Pitch: Gofi Müller als Gast

Warum er passt

Gofi Müller schreibt keine Plots – er baut Gleichzeitigkeiten. Wut. Liebe. Filmriss. verwebt Rockergewalt, KI-Liebesaffären, Korruption und Autismus in einem Bremen, das sich anfühlt wie jede größere Stadt. Kein Erklärungsehrgeiz, kein erhobener Zeigefinger. Er bringt echte Reibung mit.

Drei konkrete Gesprächsthemen

  1. KI als Beziehungspartner – Im Buch führt eine Figur monatelang eine intime Chat-Beziehung mit der App Paramour.ai, inklusive Sex. Was passiert dabei mit dem eigenen Empfinden von Nähe und Einsamkeit?
  2. Männer, die suchen – Mehrere Figuren basteln sich neue Identitäten (Türsteher, Coach, Influencer). Was steckt hinter diesem Drang, sich ständig neu zu erfinden?
  3. Schreiben als Tagesritual – Der Prolog beschreibt präzise, wie ein Roman entsteht: in den stillen 20 Minuten zwischen Kaffee und dem ersten richtigen Gedanken des Tages.

Drei Einstiegsfragen für den Host

  • „Du lässt eine Figur sagen: ‚Fuck you, Seneca!‘ – was hat Gleichmut mit dem Alleinsein zu tun, das du beschreibst?“
  • „Der Charakter Ben sagt, nur wer jemanden geliebt hat, kann seinen Mörder finden. Glaubst du das wirklich?“
  • „Du beschreibst den Moment vor dem Schreiben als ‚den kostbarsten Zeitabschnitt des Tages‘. Was passiert, wenn der Moment kippt und du trotzdem anfängst?“

WUT. LIEBE. FILMRISS. – Presse- & Community-One-Pager

Ein Roman von Gofi Müller | ruach.jetzt Verlag


Worum geht’s?

Bremen, Gegenwart. Eine Stadt voller Menschen, die sich ständig verfehlen – und manchmal auch nicht.

Ein ukrainischer Rocker, der in der Schusslinie sitzt. Ein autistischer junger Mann, der auf einer Brücke über die Weser liegt und den Himmel beobachtet. Eine Frau aus Kirchweyhe, die nachts auf ein Hausdach klettert, Wein trinkt und endlich frei sein will. Ein Afghane, der sich mit einer KI namens Samira unterhält – und sich ernsthaft fragt, ob er sie betrügt, wenn er sich in eine andere verliebt. Ein Schriftsteller im Bademantel, der einen Mietvertrag ausschreibt, den er sich selbst hätte ausstellen sollen.

Wut. Liebe. Filmriss. ist ein vielstimmiger Bremer Gegenwarts-Roman über das Scheitern, das Weitermachen und die kleinen, kostbaren Momente, in denen das Leben plötzlich einen Sinn ergibt – oder auch nicht.


Was macht dieses Buch besonders?

  • Mosaikerzählung mit echtem Drive – Gofi Müller erzählt in kurzen, präzisen Episoden, die wie Puzzle­stücke ineinandergreifen: Thriller, Milieu-Studie, Liebesgeschichte, KI-Satire und Coming-of-Age-Moment in einem Band
  • Radikal ortsgebunden – Die B75, das Roland-Center, der Werdersee, die Heinrich-Plett-Allee, die 3nach9-Talkshow, Siggys Gemüse Kebab: Bremen ist nicht Kulisse, Bremen ist Mitfigur
  • Unerhörte Stimmen, ungewöhnliche Perspektiven – Ein Autist, der zum Monster wird; ein abgehalfterter Fotograf, der Instagram-Coach werden will; eine Frau, die Immobilienmakler aus politischen Gründen nicht verlässt; ein Afghane, der beim Sexting mit einer App über Seneca nachdenkt
  • Kritisch, ohne Zeigefinger – Rassismus, sexuelle Übergriffe, Korruption, organisiertes Verbrechen, KI-Einsamkeit – alles ist da, aber Müller erklärt nicht, er zeigt
  • Meta-Rahmen mit Biss – Ein Schriftsteller, der täglich aufsteht, Kaffee kocht und dann tatsächlich schreibt, rahmt das Buch ein – und wird selbst zur Figur in dem, was er erschafft
  • Popkulturell grundiert – Blade Runner 2049, Titanic, Céline Dion aus dem Handschuhfach eines Lkw, Arctic Monkeys als Traumziel, eine Arte-Serie über eine Punkband: Die Verweise sind nicht Zierde, sie sind Charakter

2–3 teilbare Zitate

(Alle Zitate entstammen dem Manuskript und sind vor der Veröffentlichung auf Seitengenauigkeit zu prüfen)

„Diese Minuten scheinbar toter, in Wirklichkeit aber schlummernder Zeit, in der sich der Tag darauf vorbereitet, zuzuschlagen – diese Minuten sind der kostbarste Zeitabschnitt des Tages. Sie enthalten alles und nichts.“
— Wut. Liebe. Filmriss., Gofi Müller


„Es ist alles immer gleichzeitig. Es ist die Gleichzeitigkeit. Es ist die Spannung in dieser Gleichzeitigkeit, die wir auflösen wollen. Aber das wird uns nie gelingen. Zum Glück.“
— Wut. Liebe. Filmriss., Gofi Müller


„Mein Vater ist ein Arschloch. Und es geht eigentlich gar nicht um Musik. Ich will … ich will einfach … Noch während sie nach den richtigen Worten sucht, kommt sie sich plötzlich dämlich vor. Was macht sie eigentlich hier?“
— Wut. Liebe. Filmriss., Gofi Müller


Kooperations-Aufruf

📚 Buchblogger:innen, Bookstagrammer:innen, Community-Hosts –

Wut. Liebe. Filmriss. ist ein Buch für alle, die Literatur wollen, die wirklich riecht: nach Kaffee, Flusswasser und Nachtatem. Ein Roman, über den man reden muss.

Wenn ihr Lust habt auf Rezensionsexemplare, Leserunden, Interviews mit dem Autor oder gemeinsame Social-Content-Ideen, meldet euch gerne beim Verlag ruach.jetzt:

kontakt@ruach.jetzt

ISBN: 978-3-949617-38-6 | Verlag: ruach.jetzt GmbH, Trier