
5.10.2026, 11:19 1 Stunden 31 Minuten
Klaus-André Eickhoff im Gespräch mit …
Gofi Müller ist Künstler. Er malt, er schreibt, er musiziert, er talkt. Viele kennen ihn vom Hossa Talk, den sehr erfolgreichen Podcast, in dem er mit Jakob Friedrichs und Marco Michalzik über Gott und die (oft postevangelikale) Welt spricht. Darüber und über Gofis Lebens- und Glaubensreise reden wir ausführlich in Episode #003 von „jetzt wird’s PERSÖNLICH“. Heute geht es zunächst um „Wut. Liebe. Filmriss.“, Gofis neuen Roman. Obwohl ich die Lektüre wärmstens empfehle, muss man das Werk nicht gelesen haben, um unserem Gespräch gewinnbringend folgen zu können. Es geht um die Gleichzeitigkeit der Ereignisse, um die Sicht aufs Leben aus unterschiedlichen Perspektiven, um Störgefühle, die ein Roman auslösen kann – und warum das gut und wichtig ist. Natürlich unterhalten wir uns auch über Hossa Talk und darüber, welche Themen Gofi und die Community zurzeit besonders beschäftigen.
Menschen am Limit: Gofi Müller liest aus „Wut. Liebe. Filmriss.“ | Buchpremiere & Gespräch
Ein Fotograf, den seine Frau vor die Tür gesetzt hat. Eine junge Frau, die mit 33 wieder bei ihren Eltern wohnt, weil ihr immer wieder andere den Weg verstellen. Ein Schriftsteller im Bademantel, der ein Haus voller leerer Zimmer hat. Und ein Mann, der schreibt – und dem Autor verdächtig ähnlich sieht.
„Wut. Liebe. Filmriss.“ erzählt von ganz normalen Menschen in Bremen, die in Extremsituationen geraten: in Clubs, auf Autobahnen, in Schlafzimmern. Aus vielen kurzen Episoden und wechselnden Perspektiven entsteht ein Mosaik darüber, wie schwer es ist, das eigene Leben auf die Füße zu kriegen. Ein literarischer Roman, der hinschaut, wo es wehtut – und dabei immer wieder überraschend komisch ist.
Zum Erscheinen spricht Autor Gofi Müller mit Lisa Felbinger, Verlagsleiterin von ruach.jetzt, in Trier. Er liest vier Szenen aus dem Buch und erzählt, warum er die Grenze zwischen eigener Biografie und Fiktion bewusst offen gelassen hat, was Kunst für ihn mit Spiritualität zu tun hat, wie der Roman Männlichkeit befragt und warum er sich von Cormac McCarthy die Anführungszeichen hat austreiben lassen.
Hinweis: Das Gespräch und die Lesung berühren auch Themen wie Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt.
KAPITEL
00:00 Begrüßung & Anstoßen auf den Release
06:21 Wie der Roman entstanden ist
10:10 Warum Gofi schreibt
12:01 Der Titel – eigentlich ein Witz
14:57 Worum geht es in „Wut. Liebe. Filmriss.“?
18:33 Lesung: „Was uns antreibt“
23:54 Wie viel Autor steckt im „Mann, schreibt“?
26:51 Schreiborte und Schreibroutine
30:33 Lesung: „Der neue Mitbewohner“
42:50 Kunst als spirituelle Praxis
48:23 Fragen aus dem Chat
56:43 Warum Literatur genau hinschauen muss
58:34 Lesung: „Abschied von alten Träumen“
1:09:01 Männlichkeit im Roman
1:11:05 Lesung: „Noch alles möglich“
1:19:23 Material, Durchhalten, literarische Vorbilder
1:25:05 Warum Bremen?
1:26:41 Abschluss & Ausblick auf die Tour
